Paar plant den Ablauf eines Immobilienkaufs mit Finanzierung

Ablauf Immobilienkauf mit Finanzierung: die Kurzfassung

Der Immobilienkauf mit Bankfinanzierung beginnt idealerweise nicht mit der Unterschrift beim Notar, sondern mit einer belastbaren Budget- und Finanzierungsplanung. Erst wenn Kaufpreis, Kaufnebenkosten, Eigenkapital und tragbare Monatsrate zusammenpassen, sollte aus einer Besichtigung eine konkrete Kaufentscheidung werden.

Nach Auswahl der Immobilie prüft die Bank sowohl die wirtschaftliche Situation der Darlehensnehmer als auch das Objekt. Parallel wird der notarielle Kaufvertrag vorbereitet. In Deutschland muss die Einigung über die Eigentumsübertragung eines Grundstücks notariell erklärt werden; der Notar übernimmt außerdem zentrale Schritte der Abwicklung.

Nach der Beurkundung werden typischerweise die Auflassungsvormerkung und – bei Finanzierung – die Grundschuld veranlasst. Der Kaufpreis wird nicht einfach am Tag des Notartermins überwiesen: Die Fälligkeit richtet sich nach den im Kaufvertrag vorgesehenen Voraussetzungen und der entsprechenden Mitteilung. Erst später folgt die endgültige Eigentumsumschreibung im Grundbuch.

Immobilienkauf mit Finanzierung: der Ablauf im Überblick

Der Prozess lässt sich in mehrere miteinander verbundene Phasen einteilen: finanziellen Rahmen bestimmen, Immobilie prüfen, Finanzierungsunterlagen zusammenstellen, Bankentscheidung vorbereiten, Kaufvertragsentwurf prüfen, Notartermin durchführen, Grundschuld bestellen, Fälligkeitsvoraussetzungen abwarten, Kaufpreis zahlen und schließlich die Eigentumsumschreibung erreichen.

Die genaue Reihenfolge kann im Einzelfall variieren. Besonders die Abstimmung zwischen Bank und Notariat ist wichtig, weil die Finanzierung rechtzeitig stehen muss und die Bank für die Auszahlung regelmäßig eine werthaltige Sicherheit verlangt.

Wer den Ablauf als Kette voneinander abhängiger Schritte versteht, vermeidet den häufigen Fehler, Kaufvertrag, Darlehen und Zahlungszeitpunkt als drei voneinander unabhängige Vorgänge zu behandeln.

PhaseWas passiert?
FinanzrahmenBudget, Eigenkapital und Rate festlegen
ObjektprüfungImmobilie und Unterlagen prüfen
KreditantragPersonen- und Objektunterlagen bei der Bank einreichen
KaufvertragEntwurf prüfen und Finanzierung abstimmen
NotarterminKaufvertrag und erforderliche Erklärungen beurkunden
Vormerkung & GrundschuldAnspruch sichern und Banksicherheit bestellen
Fälligkeit & ZahlungFälligkeitsvoraussetzungen abwarten und Kaufpreis zahlen
ÜbergabeBesitzübergang nach vertraglicher Regelung
EigentumsumschreibungEintragung des Käufers im Grundbuch

Vor der Immobiliensuche: Budget und Finanzierungsrahmen festlegen

Bevor Sie ein konkretes Objekt reservieren oder einen Kaufvertrag vorbereiten lassen, sollten Sie wissen, welcher Kaufpreis dauerhaft zu Ihrem Haushalt passt. Relevant sind Einkommen, bestehende Verpflichtungen, Eigenkapital, Rücklagen und die gewünschte Monatsrate.

Zur Finanzierung gehört nicht nur der Kaufpreis. Grunderwerbsteuer sowie Notar- und Grundbuchkosten und gegebenenfalls weitere Erwerbsnebenkosten müssen in die Gesamtplanung einbezogen werden. Die Verbraucherzentrale empfiehlt als konservative Orientierung einen erheblichen Eigenkapitalanteil zusätzlich zu den Nebenkosten; die tatsächlich mögliche Struktur hängt jedoch vom Einzelfall und vom Kreditgeber ab.

Planen Sie außerdem Reserven ein. Eine Finanzierung, die rechnerisch bis zum letzten Euro ausgereizt ist, lässt wenig Spielraum für Reparaturen, Umzug, Modernisierung oder unerwartete Ausgaben.

Budget und Finanzierungsrahmen für den Immobilienkauf planen

Welche Rolle spielt Eigenkapital beim Immobilienkauf?

Eigenkapital reduziert den Kreditbedarf und kann die Finanzierungsstruktur verbessern. Gleichzeitig sollte nicht jede verfügbare Rücklage in den Kauf fließen, wenn danach kein finanzieller Puffer mehr vorhanden ist.

Wie viel Eigenkapital erforderlich oder sinnvoll ist, hängt unter anderem von Kaufpreis, Objekt, Einkommen und Beleihung ab. Vollfinanzierungen können in bestimmten Konstellationen angeboten werden, sind aber nicht mit einer allgemeinen Zusage gleichzusetzen.

Entscheidend ist, dass Eigenkapital und Fremdkapital gemeinsam sämtliche Bestandteile des Finanzierungsplans abdecken.

Finanzierung vor dem Kauf prüfen lassen

Eine frühe Finanzierungsprüfung hilft, den realistischen Suchkorridor festzulegen. Dabei werden typischerweise Einkommen, Beschäftigung, bestehende Kredite, Eigenkapital und gewünschte Rate betrachtet.

Eine erste Einschätzung oder Finanzierungsbestätigung ist jedoch nicht automatisch identisch mit einem endgültig abgeschlossenen Darlehensvertrag. Sobald ein konkretes Objekt feststeht, benötigt die Bank zusätzliche Objektunterlagen und führt ihre Kredit- und Sicherheitenprüfung durch.

Deshalb sollte eine allgemeine Vorprüfung nicht als Garantie verstanden werden, dass jedes Objekt innerhalb des genannten Kaufpreises finanziert wird.

Immobilie finden und Objektunterlagen prüfen

Nach der Budgetphase beginnt die konkrete Objektauswahl. Neben Lage, Zustand und Kaufpreis sind die Unterlagen relevant, die sowohl Sie selbst als auch die finanzierende Bank für ihre Prüfung benötigen.

Je nach Objekt können Grundbuchinformationen, Grundrisse, Wohnflächenangaben, Bauunterlagen, Energieausweis und bei Wohnungseigentum zusätzliche Unterlagen zur Gemeinschaft eine Rolle spielen.

Unvollständige oder widersprüchliche Unterlagen können die Finanzierungsprüfung verzögern. Es ist daher sinnvoll, früh mit Verkäufer oder Makler zu klären, welche Dokumente verfügbar sind.

Kaufpreis und Finanzierungsbedarf richtig zusammenführen

Der Finanzierungsbedarf ist nicht automatisch identisch mit dem Kaufpreis. Vom Gesamtbedarf werden Eigenmittel abgezogen; gleichzeitig können Nebenkosten und geplante Maßnahmen den Kapitalbedarf erhöhen.

Für die Bank ist außerdem die Bewertung der Immobilie relevant. Kaufpreis und bankinterner Wert müssen nicht identisch sein. Ein hoher Kaufpreis allein zwingt den Kreditgeber nicht, denselben Betrag als Beleihungsgrundlage anzuerkennen.

Gerade bei knapp kalkulierten Finanzierungen sollte diese mögliche Differenz vor dem Notartermin berücksichtigt werden.

Welche Unterlagen braucht die Bank für die Immobilienfinanzierung?

Die Bank benötigt Unterlagen zu den Darlehensnehmern und zum Objekt. Auf persönlicher Seite gehören dazu typischerweise Identitäts-, Einkommens-, Vermögens- und Verpflichtungsnachweise.

Auf Objektseite werden je nach Immobilie Dokumente benötigt, mit denen Eigentumsverhältnisse, Lage, Größe, Zustand und Wert nachvollzogen werden können.

Je vollständiger der Antrag vorbereitet ist, desto geringer ist das Risiko, dass die Kreditprüfung wegen fehlender Nachweise ins Stocken gerät.

Was prüft die Bank vor der Finanzierungszusage?

Die Bank prüft, ob die laufende Belastung aus dem Darlehen zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit passt. Gleichzeitig bewertet sie das Objekt, das als Sicherheit dienen soll.

Dabei spielen nicht nur Einkommen und Kaufpreis eine Rolle, sondern auch Eigenkapital, bestehende Verpflichtungen, Zinsbindung, Tilgung und die langfristige Tragfähigkeit der Rate.

Eine positive Prüfung ist Voraussetzung für eine belastbare Finanzierung, ersetzt aber nicht die rechtlichen Schritte des Immobilienkaufs.

Finanzierungszusage vor dem Notartermin: warum das Timing wichtig ist

Der Kaufvertrag begründet erhebliche Verpflichtungen. Deshalb ist es riskant, ihn zu unterschreiben, solange die Finanzierung noch wesentliche offene Punkte enthält.

Zwischen einer unverbindlichen Berechnung, einer vorläufigen Einschätzung und einem tatsächlich unterschriftsreifen Darlehensangebot bestehen Unterschiede. Käufer sollten genau wissen, welchen Status ihre Finanzierung erreicht hat.

Stimmen Sie den Zeitplan von Bank, Verkäufer und Notariat aufeinander ab, statt den Notartermin allein nach dem Wunsch nach einem schnellen Abschluss festzulegen.

Finanzierungszusage und Kreditangebote vor dem Notartermin vergleichen

Kaufvertragsentwurf prüfen

Der notarielle Kaufvertrag regelt unter anderem Kaufgegenstand, Kaufpreis, Fälligkeit, Besitzübergang und die Voraussetzungen für die Abwicklung. Käufer sollten den Entwurf nicht erst während des Beurkundungstermins zum ersten Mal lesen.

Offene Fragen zu Belastungen, Übergabe, Inventar, Mängelregelungen oder Zahlungsmodalitäten sollten vor der Unterschrift geklärt werden.

Bei Verbraucherverträgen gelten besondere Schutzvorschriften rund um die notarielle Beurkundung. Der konkrete Vertrag sollte deshalb rechtzeitig geprüft werden.

Was passiert beim Notartermin?

Beim Notartermin wird der Kaufvertrag beurkundet. Der Notar erläutert den rechtlichen Inhalt und nimmt die erforderlichen Erklärungen entgegen.

Die Eigentumsübertragung eines Grundstücks setzt die sogenannte Auflassung voraus. Nach § 925 BGB muss diese Einigung vor einer zuständigen Stelle erklärt werden; jeder Notar ist zur Entgegennahme befugt.

Mit der Unterschrift sind Sie jedoch noch nicht sofort als neuer Eigentümer im Grundbuch eingetragen. Die eigentliche Abwicklung folgt anschließend.

Auflassungsvormerkung: Schutz zwischen Kaufvertrag und Eigentumsumschreibung

Die Auflassungsvormerkung sichert den Anspruch des Käufers auf Eigentumsübertragung. § 883 BGB regelt die Vormerkung als Sicherungsmittel für Ansprüche auf Einräumung oder Änderung eines Rechts an einem Grundstück.

Sie ist deshalb ein zentraler Zwischenschritt: Der Kaufvertrag ist bereits geschlossen, die endgültige Eigentumsumschreibung erfolgt aber erst später.

Das Notariat veranlasst die notwendigen Grundbuchschritte im Rahmen der Vertragsabwicklung.

Grundschuld bei Finanzierung: warum die Bank ins Grundbuch kommt

Bei einer Baufinanzierung dient in Deutschland typischerweise eine Grundschuld als Kreditsicherheit. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass umgangssprachlich zwar oft vom Hypothekendarlehen gesprochen wird, zur Absicherung aber fast immer eine Grundschuld eingesetzt wird.

Die Grundschuld wird im Grundbuch eingetragen. Ihre Bestellung muss zeitlich so mit der Kaufabwicklung abgestimmt werden, dass die Auszahlungsvoraussetzungen des Kreditgebers erfüllt werden können.

Die Grundschuld ist vom Darlehensvertrag zu unterscheiden: Sie ist das dingliche Sicherungsrecht, während der Darlehensvertrag die Kreditbeziehung mit der Bank regelt.

Grundschuld als Sicherheit beim finanzierten Immobilienkauf

Wie läuft die Grundschuldbestellung ab?

Die finanzierende Bank stellt die für die Grundschuld erforderlichen Unterlagen zur Verfügung. Diese werden an das Notariat weitergeleitet, damit die Bestellung vorbereitet und die Eintragung veranlasst werden kann.

Welche Formulierungen und Sicherungsabreden gelten, hängt von der Finanzierung und den verwendeten Unterlagen ab. Käufer sollten sich erklären lassen, welche Erklärungen sie abgeben.

Verzögerungen bei der Übermittlung der Grundschuldunterlagen können die spätere Auszahlung beeinflussen. Deshalb sollte dieser Schritt nicht erst kurz vor der erwarteten Kaufpreisfälligkeit angestoßen werden.

Wann wird der Kaufpreis beim Immobilienkauf fällig?

Der Kaufpreis wird regelmäßig erst fällig, wenn die vertraglich vorgesehenen Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu können grundbuchliche Sicherungen und weitere für die Abwicklung notwendige Erklärungen gehören.

Der Notar beziehungsweise das Notariat informiert die Beteiligten, sobald die vertraglichen Voraussetzungen für die Zahlung vorliegen. Käufer sollten nicht eigenmächtig vorzeitig zahlen.

Die konkrete Fälligkeitsregelung ergibt sich aus dem jeweiligen Kaufvertrag und ist deshalb wichtiger als pauschale Zeitangaben aus dem Internet.

Wie zahlt die Bank den Immobilienkredit aus?

Vor der Auszahlung prüft der Kreditgeber, ob die vereinbarten Auszahlungsvoraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehören je nach Vertrag unter anderem die erforderlichen Sicherheiten und Nachweise.

Eigenkapital und Bankmittel müssen entsprechend dem Zahlungsplan bereitstehen. Die genaue technische Abwicklung kann sich je nach Kreditinstitut und Kaufvertrag unterscheiden.

Stimmen Sie die Auszahlung rechtzeitig mit der Bank ab, sobald die Fälligkeitsmitteilung absehbar ist.

Kaufpreiszahlung: Eigenkapital und Darlehen koordinieren

Wenn der Kaufpreis fällig ist, müssen die vorgesehenen Eigenmittel und die Darlehensauszahlung zusammenpassen. Fehlt ein Teilbetrag oder ist eine Auszahlungsvoraussetzung noch offen, kann der Zahlungsplan gefährdet werden.

Prüfen Sie deshalb frühzeitig, welche Beträge Sie selbst überweisen und welche direkt durch die Bank ausgezahlt werden.

Bewahren Sie Zahlungsnachweise auf und halten Sie die im Kaufvertrag genannten Fristen ein.

Grunderwerbsteuer und weitere Kaufnebenkosten

Zum Immobilienkauf gehören neben dem Kaufpreis weitere Kosten. Dazu zählen insbesondere Grunderwerbsteuer sowie Notar- und Grundbuchkosten; je nach Fall können weitere Kosten hinzukommen.

Die Höhe der Grunderwerbsteuer hängt vom Bundesland ab. Deshalb sollte die Budgetplanung nicht mit einem deutschlandweit einheitlichen Prozentsatz arbeiten.

Diese Kosten sind für die Finanzierung entscheidend, weil sie häufig zumindest teilweise aus Eigenmitteln getragen werden.

Gemeindliches Vorkaufsrecht und Negativzeugnis

Bei Grundstückskaufverträgen kann im Rahmen der Abwicklung geprüft werden, ob ein gesetzliches Vorkaufsrecht der Gemeinde besteht. § 28 BauGB regelt das Verfahren und den Nachweis der Nichtausübung beziehungsweise des Nichtbestehens.

Das Grundbuchamt darf den Käufer in den erfassten Fällen erst als Eigentümer eintragen, wenn der entsprechende Nachweis vorliegt.

Für Käufer ist das vor allem ein Beispiel dafür, warum zwischen Notartermin und Eigentumsumschreibung mehrere rechtliche Zwischenschritte liegen.

Wann findet die Schlüsselübergabe statt?

Besitz, Nutzen und Lasten gehen nicht zwingend am Tag der Beurkundung über. Der Kaufvertrag legt fest, wann die wirtschaftliche Übergabe stattfinden soll.

Häufig ist die Kaufpreiszahlung ein wichtiger Bezugspunkt. Die konkrete Regelung kann aber abweichen und sollte vor Vertragsabschluss verstanden werden.

Bei der Übergabe empfiehlt sich ein Protokoll mit Zählerständen, Schlüsseln und dem dokumentierten Zustand.

Übergabe nach einem erfolgreich finanzierten Immobilienkauf

Wann wird der Käufer wirklich Eigentümer?

Rechtliches Eigentum entsteht nicht allein durch Kaufvertrag, Zahlung oder Schlüsselübergabe. Für die Übertragung eines Grundstücks sind die erforderliche Einigung und die Eintragung im Grundbuch maßgeblich.

Die Eigentumsumschreibung erfolgt nach Erfüllung der dafür erforderlichen Voraussetzungen. Damit endet die Phase, in der der Käufer zwar einen gesicherten Anspruch hat, aber noch nicht als Eigentümer eingetragen ist.

Diese Unterscheidung zwischen Kaufvertrag, wirtschaftlichem Übergang und rechtlichem Eigentum ist für das Verständnis des gesamten Ablaufs zentral.

Wie lange dauert ein Immobilienkauf mit Finanzierung?

Eine pauschale Dauer lässt sich nicht seriös versprechen. Kreditprüfung, Beschaffung von Unterlagen, Notariatsabläufe, Grundbucheintragungen und behördliche Schritte können unterschiedlich lange dauern.

Ein vollständiger Finanzierungsantrag und frühzeitig übermittelte Grundschuldunterlagen können vermeidbare Verzögerungen reduzieren, ersetzen aber nicht die Bearbeitungszeiten anderer Beteiligter.

Planen Sie daher Puffer ein, besonders wenn Mietkündigung, Umzug oder Renovierungsarbeiten vom Kaufzeitpunkt abhängen.

Reservierung vor der Finanzierung: sinnvoll oder riskant?

Eine Reservierung kann Käufern Zeit verschaffen, sollte aber nicht mit einer Finanzierungszusage oder einem Kaufvertrag verwechselt werden.

Prüfen Sie genau, welche Bindung und Kosten eine Reservierungsvereinbarung auslösen soll. Bei Immobiliengeschäften können Formfragen rechtlich relevant sein.

Aus Finanzierungssicht ist entscheidend, dass genügend Zeit bleibt, Objektunterlagen und Kreditangebot sauber zu prüfen.

Welche Rolle spielt der Makler im Finanzierungsablauf?

Der Makler kann die Kommunikation mit Verkäufer und Käufer unterstützen und Objektunterlagen bereitstellen. Er ersetzt jedoch weder die Kreditentscheidung der Bank noch die notarielle Beurkundung.

Für die Finanzierung ist vor allem wichtig, benötigte Objektunterlagen vollständig und rechtzeitig zu erhalten.

Maklerprovisionen können zudem Teil der Erwerbsnebenkosten sein und müssen – soweit sie im konkreten Kauf anfallen – in der Budgetplanung berücksichtigt werden.

Ablauf bei Neubau oder Bauträgerfinanzierung

Bei Neubauprojekten kann sich der Zahlungs- und Auszahlungsablauf deutlich vom Kauf einer fertigen Bestandsimmobilie unterscheiden. Zahlungen können an Baufortschritt oder vertraglich definierte Stufen gekoppelt sein.

Die Finanzierung muss dann nicht nur den Gesamtbetrag, sondern auch den zeitlichen Mittelabruf abbilden.

Bereitstellungszinsen, Bauzeit und mögliche Verzögerungen sollten bei der Planung besonders beachtet werden.

Ablauf beim Kauf einer Eigentumswohnung mit Finanzierung

Bei einer Eigentumswohnung kauft man nicht nur Wohnraum, sondern wird Teil einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Deshalb sind zusätzliche Unterlagen und wirtschaftliche Informationen zur Gemeinschaft relevant.

Für die Bank können diese Informationen ebenfalls Bedeutung haben, weil sie die Immobilie und ihre Werthaltigkeit beurteilt.

Prüfen Sie vor dem Kauf insbesondere die Unterlagen, aus denen sich Rechte, Pflichten und finanzielle Situation der Gemeinschaft ergeben.

Typische Fehler beim Immobilienkauf mit Finanzierung

Ein häufiger Fehler ist ein zu früher Notartermin, obwohl die Finanzierung noch nicht belastbar geklärt ist. Ebenso problematisch ist eine Budgetrechnung, die Kaufnebenkosten oder Reserven ignoriert.

Auch verspätet angeforderte Grundschuldunterlagen, unvollständige Objektunterlagen oder unrealistische Zeitpläne können den Ablauf erschweren.

Vermeiden Sie außerdem, eine erste Bankeinschätzung mit einer garantierten Auszahlung gleichzusetzen. Entscheidend sind der abgeschlossene Kreditvertrag und die Erfüllung der Auszahlungsvoraussetzungen.

Checkliste vor dem Notartermin

Prüfen Sie, ob der Finanzierungsrahmen zum konkreten Objekt passt, ob die Bank alle wesentlichen Unterlagen erhalten hat und welchen Status die Kreditentscheidung hat.

Lesen Sie den Kaufvertragsentwurf vollständig und klären Sie offene Punkte zu Kaufpreis, Übergabe, Belastungen und Fälligkeit.

Stellen Sie sicher, dass die Abstimmung zur Grundschuld vorbereitet ist und dass Eigenkapital sowie Kaufnebenkosten verfügbar sind.

Planen Sie keine unumkehrbaren Folgeschritte allein auf Basis eines optimistischen Zeitplans.

Immobilienfinanzierung vergleichen, bevor der Kaufvertrag bindet

Ein Finanzierungsvergleich sollte möglichst stattfinden, bevor der Kaufvertrag Ihre Verhandlungsmöglichkeiten zeitlich stark einschränkt. Vergleichen Sie nicht nur Sollzins, sondern auch Effektivzins, Zinsbindung, Tilgung, Sondertilgungen und weitere Bedingungen.

Die günstigste Monatsrate ist nicht automatisch die wirtschaftlich beste Finanzierung, wenn sie nur durch eine sehr lange Laufzeit oder geringe Tilgung entsteht.

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Passende Housefinan-Ratgeber zur Baufinanzierung

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Ablauf Immobilienkauf mit Finanzierung: das Wichtigste zum Schluss

Ein finanzierter Immobilienkauf ist kein einzelner Termin, sondern eine Abfolge finanzieller und rechtlicher Schritte. Budget, Kreditprüfung, Kaufvertrag, Vormerkung, Grundschuld, Auszahlung und Eigentumsumschreibung müssen zeitlich aufeinander abgestimmt werden.

Besonders wichtig ist, vor einer bindenden Kaufentscheidung den Status der Finanzierung realistisch einzuschätzen und genügend Reserven für Nebenkosten und unerwartete Ausgaben einzuplanen.

Der Notar sorgt für die rechtliche Abwicklung des Kaufvertrags, während die Bank über Kredit und Auszahlung entscheidet. Beide Prozesse greifen ineinander, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben.

Wer diese Rollen und die Reihenfolge versteht, kann den Immobilienkauf strukturierter vorbereiten und typische Fehler zwischen Finanzierungszusage, Notartermin und Kaufpreiszahlung vermeiden.

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Häufige Fragen zum Ablauf eines Immobilienkaufs mit Finanzierung

Wie ist der Ablauf beim Immobilienkauf mit Finanzierung?

Typisch sind Budgetplanung, Objektauswahl, Kreditprüfung, Kaufvertragsentwurf, Notartermin, Auflassungsvormerkung und Grundschuld, Kaufpreisfälligkeit, Auszahlung, Übergabe und schließlich Eigentumsumschreibung.

Sollte die Finanzierung vor dem Notartermin stehen?

Der Finanzierungsstatus sollte vor einer bindenden Kaufentscheidung möglichst belastbar geklärt sein. Eine erste Berechnung oder Vorprüfung ist nicht automatisch eine endgültige Kreditzusage.

Wann wird beim Immobilienkauf der Kaufpreis bezahlt?

Nicht automatisch beim Notartermin. Die Zahlung richtet sich nach den im Kaufvertrag geregelten Fälligkeitsvoraussetzungen und der entsprechenden Mitteilung des Notariats.

Warum braucht die Bank eine Grundschuld?

Die Grundschuld dient bei Immobilienfinanzierungen typischerweise als dingliche Sicherheit für den Kreditgeber und wird im Grundbuch eingetragen.

Wann wird die Grundschuld bestellt?

Sie wird nach Abstimmung mit der finanzierenden Bank und dem Notariat so vorbereitet, dass die Sicherheit rechtzeitig für die Darlehensauszahlung zur Verfügung stehen kann.

Wann bekommt der Käufer die Schlüssel?

Der Zeitpunkt der Übergabe richtet sich nach dem Kaufvertrag. Besitzübergang und rechtliche Eigentumsumschreibung müssen nicht am selben Tag stattfinden.

Wann ist man nach dem Immobilienkauf Eigentümer?

Rechtlicher Eigentümer wird der Käufer mit der erforderlichen Eigentumsübertragung und Eintragung im Grundbuch, nicht allein durch Unterschrift oder Kaufpreiszahlung.

Wie lange dauert ein Immobilienkauf mit Finanzierung?

Das ist nicht pauschal festgelegt. Bankprüfung, Notariat, Grundbuch und weitere erforderliche Schritte haben unterschiedliche Bearbeitungszeiten; deshalb sollte ein Zeitpuffer eingeplant werden.

Quellen und redaktionelle Methodik

Stand: 7. September 2026. Rechtliche Kernaussagen wurden anhand des Bürgerlichen Gesetzbuchs, der Grundbuchordnung, des Baugesetzbuchs sowie Verbraucherinformationen von BaFin und Verbraucherzentrale geprüft. Der konkrete Ablauf kann je nach Kaufvertrag, Objekt, Bank und Grundbuchamt abweichen.

  • BGB §§ 883 und 925 – Vormerkung und Auflassung.
  • Grundbuchrecht – Eintragung von Grundschuld und Eigentumsrechten.
  • Verbraucherzentrale – Immobilienfinanzierung und Grundschuld.
  • BaFin – Verbraucherinformationen zur Immobilienfinanzierung.