- Kann man ein Haus im Ausland von Deutschland aus finanzieren?
- Welche Finanzierungswege gibt es?
- Finanzierung über eine deutsche Bank
- Kredit bei einer Bank im Zielland
- Welche Sicherheiten verlangen Banken?
- Wie viel Eigenkapital ist sinnvoll?
- Spanien, Portugal und Frankreich
- Bonität, Einkommen und Unterlagen
- Kaufnebenkosten und zusätzliche Ausgaben
- Währungsrisiko bei Nicht-Euro-Ländern
- Angebote richtig vergleichen
- Finanzierung Schritt für Schritt
- Checkliste vor dem Kauf
- Fazit: Erst Finanzierung, dann Kaufvertrag
Ja. Ein Haus im Ausland kann finanziert werden, aber nicht jede deutsche Bank akzeptiert die ausländische Immobilie als Sicherheit. Realistisch sind vor allem drei Wege: Finanzierung über eine deutsche Bank mit einer Sicherheit in Deutschland, ein Hypothekendarlehen bei einer Bank im Zielland oder ein spezialisiertes grenzüberschreitendes Angebot. Die passende Variante hängt vom Land, Ihrem Wohnsitz, Einkommen, Eigenkapital und den verfügbaren Sicherheiten ab.
Kann man ein Haus im Ausland von Deutschland aus finanzieren?
Grundsätzlich ja. Innerhalb der EU können Verbraucher auch Hypothekendarlehen von Kreditgebern in anderen Mitgliedstaaten erhalten. Die europäischen Verbraucherinformationen weisen allerdings ausdrücklich darauf hin, dass Wohnsitz, Arbeitsort und Lage der Immobilie die Kreditentscheidung beeinflussen können. Banken dürfen also grenzüberschreitende Finanzierungen ablehnen, wenn das Objekt oder die Risikoprüfung nicht in ihr Geschäftsmodell passt.
In der Praxis ist deshalb weniger die Frage „Darf eine Bank das?“ entscheidend, sondern: Welche Bank kann die Immobilie bewerten, die Sicherheit wirksam bestellen und im Problemfall rechtssicher verwerten? Genau hier unterscheiden sich ein normales deutsches Baufinanzierungsprodukt und eine Auslandsfinanzierung.
Wer bereits eine weitgehend schuldenfreie Immobilie in Deutschland besitzt, hat oft mehr Möglichkeiten. Dann kann eine deutsche Grundschuld als Sicherheit dienen, obwohl das Geld für den Kauf im Ausland verwendet wird. Ohne solche Sicherheiten wird häufiger eine Bank im Zielland relevant.
Welche Finanzierungswege gibt es für eine Auslandsimmobilie?
Für Käufer aus Deutschland lassen sich die wichtigsten Lösungen in drei Gruppen einteilen. Jede Variante hat andere Anforderungen und Kosten.
| Finanzierungsweg | Typische Sicherheit | Wichtigster Vorteil | Wichtigster Prüfpunkt |
|---|---|---|---|
| Deutsche Bank mit deutscher Sicherheit | Grundschuld auf Immobilie in Deutschland | Abwicklung und Einkommen in Deutschland leichter prüfbar | Genügender Beleihungswert der deutschen Immobilie |
| Bank im Zielland | Hypothek/Sicherheit auf dem Auslandsobjekt | Bank kennt lokales Recht und Bewertungsverfahren | Eigenkapital, Sprache, lokale Unterlagen und Konditionen |
| Spezialisierte grenzüberschreitende Finanzierung | Je nach Anbieter in- oder ausländische Sicherheiten | Kann Länder abdecken, die Standardbanken nicht finanzieren | Kosten, Produktstruktur und tatsächliche Zulassung |
Ein unbesicherter Ratenkredit ist für einen klassischen Immobilienkauf meist keine gleichwertige Alternative: Laufzeiten und Beträge sind typischerweise begrenzter und die Zinsen können höher sein. Außerdem schließen einzelne Anbieter die Verwendung von Konsumentenkrediten für Immobilienkäufe ausdrücklich aus.

Immobilienkredit für ein Haus im Ausland über eine deutsche Bank
Viele Käufer möchten ihren Kredit gern bei einer deutschen Bank aufnehmen, weil Einkommen, Konten und Bonitätsunterlagen bereits in Deutschland vorliegen. Das kann funktionieren, wenn die Bank eine für sie geeignete Sicherheit erhält. Häufig ist das eine bestehende Immobilie in Deutschland, auf der eine Grundschuld eingetragen werden kann.
Die Verbraucherzentrale erklärt für deutsche Immobilienfinanzierungen, dass die Bank sich üblicherweise über eine Grundschuld absichert. Bei einem Objekt im Ausland müsste dagegen das Sicherungsrecht des jeweiligen Landes bestellt, geprüft und gegebenenfalls verwertet werden. Das ist organisatorisch und rechtlich aufwendiger und erklärt, warum viele Standardanbieter solche Objekte nicht direkt beleihen.
Es gibt Ausnahmen. Die BW-Bank wirbt beispielsweise mit speziellen Auslandsfinanzierungen und nennt Spanien, Portugal und Frankreich als Länder, in denen sie auch eine Besicherung über die dortige Immobilie anbietet. Die dort genannten Beleihungsquoten sind jedoch produktspezifisch und keine allgemeine Marktregel.
Kredit bei einer Bank im Zielland: oft der direkte Weg
Eine lokale Bank kann die Immobilie meist leichter bewerten und eine Hypothek nach dem Recht des Ziellandes eintragen. Deshalb ist dieser Weg besonders relevant, wenn keine zusätzliche Immobilie in Deutschland als Sicherheit zur Verfügung steht.
Die Bank wird trotzdem Ihre Kreditwürdigkeit prüfen. Bei Nicht-Residenten können zusätzliche Unterlagen verlangt werden: deutsche Steuerbescheide, Gehaltsnachweise, Kontoauszüge, Informationen zu bestehenden Krediten, Übersetzungen oder eine lokale Steuernummer. Innerhalb der EU gelten gemeinsame Mindeststandards für die Kreditwürdigkeitsprüfung und für die vorvertraglichen Informationen, aber die konkrete Kreditpolitik bleibt Sache der Bank.
Vergleichen Sie nicht nur den Nominalzins. Prüfen Sie Effektivkosten, Bearbeitungs- und Bewertungskosten, verpflichtende Konten oder Versicherungen, Sondertilgungsregeln und die Bedingungen einer vorzeitigen Rückzahlung.
Bitten Sie möglichst früh um eine belastbare Vorprüfung und klären Sie, welche Angaben noch bis zur endgültigen Finanzierungszusage fehlen. Besonders wichtig sind der von der Bank akzeptierte Immobilienwert und die Frage, ob die Finanzierung auf dem Kaufpreis oder auf dem niedrigeren Beleihungs-/Gutachtenwert basiert. Eine niedrigere Bewertung kann den erforderlichen Eigenkapitalbetrag kurzfristig erhöhen.
Welche Sicherheiten verlangen Banken bei einer Auslandsimmobilie?
Bei einem Immobilienkredit ist die Sicherheit ein zentraler Teil der Entscheidung. Möglich sind je nach Bank und Land insbesondere:
- eine Hypothek oder vergleichbare dingliche Sicherheit auf dem gekauften Objekt im Ausland,
- eine Grundschuld auf einer bereits vorhandenen Immobilie in Deutschland,
- eine Kombination mehrerer Sicherheiten,
- zusätzliches Eigenkapital oder liquide Vermögenswerte.
Eine hohe Sicherheit ersetzt aber keine Kreditwürdigkeitsprüfung. Nach den europäischen Regeln muss der Kreditgeber beurteilen, ob der Verbraucher das Darlehen voraussichtlich zurückzahlen kann. Einkommen, laufende Verpflichtungen und Vermögen bleiben deshalb relevant.
Wenn Sie eine deutsche Immobilie nachbeleihen möchten, lohnt sich ergänzend unser Ratgeber Hypothek auf ein noch nicht abbezahltes Haus aufnehmen.
Wie viel Eigenkapital braucht man für ein Haus im Ausland?
Es gibt keinen europaweit einheitlichen Eigenkapitalprozentsatz. Der Bedarf hängt von Zielland, Bank, Immobilienart, Nutzung und Beleihungswert ab. Bei Nicht-Residenten finanzieren Banken häufig konservativer als bei Standardfällen im eigenen Markt. Deshalb sollte die Planung nicht davon ausgehen, dass Kaufpreis und Nebenkosten vollständig fremdfinanziert werden.
Eigenkapital wird nicht nur für die Differenz zwischen Kaufpreis und Darlehen benötigt. Hinzu kommen Steuern, Notar- oder Registrierungsgebühren, Gutachten, Rechtsberatung, Maklerkosten und gegebenenfalls Übersetzungen. Diese Nebenkosten können sich erheblich von Deutschland unterscheiden.
Wer sehr wenig Eigenkapital hat, sollte zusätzlich unseren Ratgeber zur Immobilienfinanzierung ohne Eigenkapital lesen. Die Anforderungen einer Auslandsimmobilie sind jedoch meist strenger als bei einem gut beleihbaren deutschen Standardobjekt.

Haus in Spanien, Portugal oder Frankreich finanzieren
Spanien, Portugal und Frankreich gehören zu den häufigsten Zielmärkten deutscher Käufer. Entscheidend ist trotzdem, jedes Land separat zu betrachten. Kaufvertrag, Grundbuchsystem, Hypothekenbestellung, Steueridentifikation und Erwerbsnebenkosten unterscheiden sich.
Für diese drei Länder existieren auch einzelne spezialisierte Angebote aus Deutschland. Die BW-Bank nennt beispielsweise eine direkte Auslandsbesicherung in Spanien, Portugal und Frankreich. Das zeigt, dass eine Finanzierung über Deutschland nicht grundsätzlich ausgeschlossen ist – sie ist aber ein Spezialprodukt und nicht mit einer normalen Baufinanzierung für ein deutsches Objekt gleichzusetzen.
Für andere Länder kann eine lokale Bank deutlich realistischer sein. Fragen Sie früh, ob Nicht-Residenten finanziert werden, welche maximale Beleihung akzeptiert wird und welche Dokumente aus Deutschland anerkannt werden.
Haus außerhalb der EU finanzieren: zusätzliche Hürden einplanen
Außerhalb der EU können die Unterschiede noch größer sein. Eigentumserwerb durch Ausländer kann eingeschränkt sein, Währungsrisiken können hinzukommen und europäische Verbraucherschutzstandards gelten nicht automatisch. Auch die Anerkennung deutscher Einkommensunterlagen und die Übertragung von Geldern kann zusätzliche Nachweise erfordern.
Vor einer verbindlichen Zahlung sollten Sie deshalb lokale Rechts- und Steuerberatung einplanen. Housefinan kann allgemeine Finanzierungsinformationen bereitstellen, ersetzt aber keine Rechts- oder Steuerberatung im Zielland.
Bonität, Einkommen und Unterlagen: Was prüft die Bank?
Unabhängig vom Land möchte der Kreditgeber nachvollziehen können, ob die Rate dauerhaft tragbar ist. Typisch relevant sind Einkommen, Beschäftigung, bestehende Kredite, Eigenkapital, Vermögen und der Wert der Immobilie. Bei Selbstständigen können mehrere Steuerjahre oder betriebswirtschaftliche Unterlagen erforderlich sein.
Für die Vorbereitung hilft unser deutscher Ratgeber Was braucht die Bank für einen Immobilienkredit?. Bei einer Auslandsimmobilie kommen häufig Objektunterlagen des Ziellandes, Übersetzungen und lokale Identifikationsnummern hinzu.
| Bereich | Typische Unterlagen |
|---|---|
| Person & Einkommen | Ausweis, Gehaltsnachweise, Arbeitsvertrag, Steuerbescheide |
| Vermögen & Schulden | Konto-/Depotauszüge, bestehende Darlehen, Eigenkapitalnachweise |
| Auslandsobjekt | Kaufangebot, Grundbuch-/Registerdaten, Gutachten, Pläne |
| Zielland | Lokale Steuer-/Identifikationsnummer, Übersetzungen oder Beglaubigungen je nach Land |

Kaufvertrag, Register und lokale Rechtsprüfung: Finanzierung und Eigentum zusammendenken
Bei einer Auslandsimmobilie darf die Finanzierung nicht getrennt vom lokalen Kaufrecht betrachtet werden. In Deutschland ist vielen Käufern der Ablauf aus Notartermin, Grundbuch und Grundschuld vertraut. Im Zielland können Reservierungsverträge, Vorverträge, Anzahlungen und Fristen jedoch eine andere rechtliche Wirkung haben. Eine Unterschrift, die aus deutscher Sicht nur wie eine Reservierung wirkt, kann bereits erhebliche finanzielle Folgen auslösen.
Prüfen Sie deshalb vor einer Zahlung, wer als Eigentümer im zuständigen Register eingetragen ist, ob Belastungen oder Nutzungsrechte bestehen und welche Dokumente die finanzierende Bank für die Auszahlung verlangt. Bei Neubauten kommen zusätzlich Baugenehmigungen, Fertigstellungsnachweise oder Garantien des Bauträgers hinzu. Bei Bestandsobjekten können nicht genehmigte Umbauten, offene kommunale Abgaben oder Abweichungen zwischen tatsächlicher Fläche und Registerdaten die Finanzierung verzögern.
Eine lokale Bank kennt diese Abläufe häufig besser, während ein deutscher Spezialanbieter meist mit Partnern oder Gutachtern im Zielland arbeitet. Entscheidend ist, dass die Anforderungen der Bank und die Zahlungsfristen des Kaufvertrags zusammenpassen. Wenn der Kaufvertrag eine kurze Frist vorsieht, die Bank aber noch eine Bewertung, Übersetzung oder Registerprüfung benötigt, entsteht ein unnötiges Risiko.
Planen Sie daher neben der Kreditprüfung auch eine unabhängige rechtliche Prüfung ein. Der Anwalt oder Notar sollte Ihre Interessen vertreten und insbesondere Eigentum, Belastungen, Rücktrittsmöglichkeiten und Fälligkeit der Zahlungen prüfen. Diese Kosten sind Teil einer seriösen Budgetplanung und sollten nicht erst nach Unterzeichnung berücksichtigt werden.
Kaufnebenkosten bei einem Haus im Ausland nicht unterschätzen
Der Kaufpreis allein reicht für die Budgetplanung nicht aus. Je nach Land können Erwerbsteuern, Notar, Registrierung, Makler, Gutachten und anwaltliche Prüfung anfallen. Hinzu kommen mögliche Bankgebühren, Kosten der Hypothekenbestellung und laufende lokale Steuern.
Arbeiten Sie deshalb mit einem Puffer und lassen Sie sich die Nebenkosten für das konkrete Land schriftlich aufschlüsseln. Pauschale deutsche Prozentsätze lassen sich nicht zuverlässig übertragen.
Wenn Sie Ihr Gesamtbudget aufbauen, ist auch der Ratgeber Hauskauf-Finanzierung: Budget und Kredit richtig planen hilfreich.
Währungsrisiko bei Immobilien außerhalb des Euroraums
Liegt das Objekt in einem Land mit anderer Währung oder wird der Kredit in einer anderen Währung geführt als Ihr Einkommen, entsteht ein zusätzliches Risiko. Wechselkursbewegungen können Kaufpreis, Restschuld oder monatliche Belastung verändern.
Die EU-Verbraucherinformationen zum Hypothekarkredit sehen bei Fremdwährungskrediten besondere Informationen zu möglichen Wechselkurseffekten vor. Trotzdem sollten Sie selbst Stressszenarien rechnen: Was passiert mit Rate und Restschuld, wenn sich der Wechselkurs deutlich gegen Sie bewegt?
Wer Einkommen in Euro bezieht, reduziert dieses Risiko in der Regel, wenn auch die Finanzierung in Euro geführt wird – sofern das im Zielland angeboten wird.

Ferienhaus, Zweitwohnsitz oder Kapitalanlage: Nutzung beeinflusst die Finanzierung
Die Bank kann unterscheiden, ob das Objekt dauerhaft selbst genutzt, als Ferienhaus gehalten oder vermietet werden soll. Bei einer Kapitalanlage spielen mögliche Mieteinnahmen eine Rolle, werden aber nicht zwingend vollständig als verfügbares Einkommen angesetzt.
Bei Ferienimmobilien können außerdem saisonale Vermietung, Verwaltungskosten und Leerstandszeiten relevant sein. Rechnen Sie die Finanzierung deshalb so, dass sie nicht nur bei optimaler Auslastung funktioniert.
Immobilienkredit fürs Haus im Ausland richtig vergleichen
Vergleichen Sie Angebote immer mit identischen Annahmen. Ein niedriger Sollzins ist wenig aussagekräftig, wenn dafür höhere Gebühren, eine teure Versicherung oder ungünstige Rückzahlungsregeln gelten.
| Vergleichspunkt | Warum wichtig? |
|---|---|
| Effektivzins / Gesamtkosten | Berücksichtigt mehr als nur den beworbenen Sollzins |
| Eigenkapitalanforderung | Bestimmt, wie viel Liquidität Sie vor dem Kauf benötigen |
| Zinsbindung | Beeinflusst Planungssicherheit und Anschlussrisiko |
| Sondertilgung | Kann wichtig sein, wenn später Vermögen frei wird |
| Vorzeitige Rückzahlung | Relevant bei Verkauf, Umzug oder Umschuldung |
| Währung | Kann zusätzliche Schwankungen verursachen |
| Zusatzprodukte | Konto, Versicherung oder Sparprodukt können Gesamtkosten erhöhen |
Für die allgemeine Vergleichslogik können Sie auch unseren Baufinanzierung-Kredit-Vergleich nutzen.
Auslandsimmobilie finanzieren: sinnvoller Ablauf in 7 Schritten
- Zielland und Nutzungsart festlegen. Eigennutzung, Ferienhaus oder Vermietung beeinflussen Anforderungen.
- Gesamtbudget berechnen. Kaufpreis plus lokale Nebenkosten und Reserve.
- Eigenkapital und deutsche Sicherheiten erfassen. Bestehendes Wohneigentum kann die Optionen verändern.
- Finanzierungswege parallel prüfen. Deutsche Spezialanbieter und Banken im Zielland vergleichen.
- Vorvertrag genau prüfen. Keine deutsche Widerrufs- oder Notarpraxis unterstellen.
- Objektbewertung und Sicherheiten klären. Bankanforderungen vor verbindlicher Kaufzusage kennen.
- Erst dann Finanzierung und Kauf finalisieren. Zahlungsfristen aufeinander abstimmen.
Häufige Fehler bei der Finanzierung eines Hauses im Ausland
- Reservierungsvertrag unterschreiben, bevor die Finanzierung geprüft ist.
- Deutsche Kaufnebenkosten auf das Zielland übertragen.
- Mit einer 100-%-Finanzierung rechnen, ohne dass eine Bank sie zugesagt hat.
- Nur den Nominalzins vergleichen.
- Währungs- und Übersetzungsrisiken ignorieren.
- Davon ausgehen, dass jede deutsche Bank eine ausländische Immobilie beleihen kann.
- Mieteinnahmen zu optimistisch kalkulieren.
Besonders kritisch sind nicht rückzahlbare Anzahlungen. Lassen Sie vor Unterzeichnung prüfen, wann Sie gebunden sind und ob der Vertrag eine belastbare Finanzierungsklausel enthält.
Checkliste: Immobilienkredit für ein Haus im Ausland vorbereiten
| Vor dem Antrag klären | Erledigt? |
|---|---|
| Kaufpreis und alle Nebenkosten des Ziellandes | □ |
| Verfügbares Eigenkapital und Liquiditätsreserve | □ |
| Bestehende Immobilie in Deutschland als mögliche Sicherheit | □ |
| Banken im Zielland, die Nicht-Residenten finanzieren | □ |
| Erforderliche Steuer-/Identifikationsnummer | □ |
| Objektbewertung und Registerunterlagen | □ |
| Währung von Einkommen und Darlehen | □ |
| Rechts- und Steuerprüfung im Zielland | □ |
Finanzierung mit Housefinan strukturiert vergleichen
Bei einer Auslandsimmobilie ist es besonders wichtig, die eigene Ausgangslage sauber zu erfassen: Kaufpreis, Eigenkapital, Einkommen, bestehende Kredite und verfügbare Sicherheiten. Housefinan hilft Ihnen, diese Angaben zu strukturieren und Finanzierungsmöglichkeiten zu vergleichen. Eine Anfrage ist keine Finanzierungszusage; die endgültige Entscheidung trifft immer der jeweilige Kreditgeber.
Fazit: Erst die Finanzierung klären, dann das Haus im Ausland kaufen
Ein Immobilienkredit für ein Haus im Ausland ist möglich, aber die Finanzierung ist weniger standardisiert als bei einer Immobilie in Deutschland. Besonders wichtig ist die Frage, welche Sicherheit die Bank akzeptiert. Mit einer Immobilie in Deutschland kann eine deutsche Finanzierung infrage kommen; ohne inländische Sicherheit ist häufig eine Bank im Zielland der naheliegendere Weg.
Planen Sie mehr Zeit und Eigenkapitalreserve ein, vergleichen Sie Gesamtkosten statt nur Zinsen und prüfen Sie lokale Verträge, Steuern und Sicherheiten fachkundig. Der beste Zeitpunkt für diese Prüfung ist vor einer nicht rückzahlbaren Reservierung oder einem bindenden Kaufvertrag.
Häufige Fragen
Kann eine deutsche Bank ein Haus im Ausland finanzieren?
Ja, aber nicht jede Bank bietet das an. Häufig verlangt die deutsche Bank eine in Deutschland verwertbare Sicherheit. Einzelne spezialisierte Anbieter können auch bestimmte Auslandsobjekte direkt besichern.
Welche Bank finanziert Immobilien im Ausland?
Das hängt vom Zielland und Ihrer Situation ab. Neben Banken im Zielland gibt es einzelne deutsche Spezialanbieter. Vor einer Entscheidung sollten Sie prüfen, welche Länder, Nutzungsarten und Sicherheiten tatsächlich akzeptiert werden.
Wie viel Eigenkapital brauche ich für ein Haus im Ausland?
Es gibt keinen einheitlichen Prozentsatz. Nicht-Residenten müssen je nach Bank und Land häufig mehr Eigenkapital einsetzen. Zusätzlich sollten die landesspezifischen Erwerbsnebenkosten und eine Liquiditätsreserve berücksichtigt werden.
Kann ich mein Haus in Deutschland beleihen, um im Ausland zu kaufen?
Das kann möglich sein, wenn genügend freier Beleihungswert vorhanden ist und die Bank die zusätzliche Finanzierung akzeptiert. Dafür wird typischerweise eine Grundschuld auf der deutschen Immobilie genutzt.
Ist eine Finanzierung bei einer Bank im Zielland besser?
Nicht automatisch. Eine lokale Bank kennt das dortige Immobilien- und Sicherungsrecht, kann aber andere Eigenkapitalanforderungen, Gebühren oder Bedingungen haben. Entscheidend ist der Vergleich der Gesamtkosten und Risiken.
Quellen und weiterführende Informationen
- Your Europe – Hypothekendarlehen und grenzüberschreitende Kredite
- Europäische Kommission – Mortgage Credit Directive
- Verbraucherzentrale – Grundschuld bei Immobilienfinanzierungen
- BW-Bank – Finanzierung von Auslandsimmobilien
- Your Europe – Immobilienkauf in einem anderen EU-Land
- Deutsche Bundesbank – Immobilienaktivitäten von Banken im europäischen Ausland




